2013: Revolution


6.- 12. September 2013
Geistliches Bildungszentrum Marijin Dvor, Lužnica, Zaprešić, Kroatien

“Jede Revolution war zuerst ein Gedanke im Kopf eines Menschen.”
Ralph Waldo Emerson

Umbrüche – Aufbrüche – Abbrüche: Was prägt die Welt, den Menschen, unsere Wirklichkeit? Welche sprunghaften Veränderungen haben unser Leben, unser Weltbild radikal verändert? Wie kommt es zu Innovationen, Umwälzungen, Neuordnungen? Wer oder was macht die Revolution zur Revolution? Oder gibt es so etwas wie „Revolution“ im Sinne eines tief greifenden Wandels des Bisherigen in Politik, Wissenschaft, Kultur etwa gar nicht? Alles nur fließende Übergänge, Strömungen, Auf- und Abbewegungen?

Das Jahresthema 2013 bietet Anhaltspunkte für kontroversielle Diskussionen quer durch alle bei PRO SCIENTIA vertretenen Disziplinen und zahlreiche Wege Theorie und Praxis miteinander zu verbinden. Ausgehend von der philosophischen, politischen und rechtlichen Debatte um Revolution werden wir uns den besonders im 20. Jahrhundert aufgebrochenen Geschlechterrollen zuwenden, ein Wandel, der auch unsere Vorbereitungen beeinflusst hat. Als Jahressprecherteam haben wir uns um ein möglichst ausgeglichenes Verhältnis von Referentinnen und Referenten bemüht, wobei sich herausgestellt hat, dass dies ein keineswegs einfaches Unterfangen ist und die Praxis der Theorie noch weit hinterher hinkt. Nach einem theologisch-künstlerischen Intermezzo ist die verbleibende Zeit vor allem den Naturwissenschaften und der Technik gewidmet, wobei nicht auf einen Höhepunkt der Woche vergessen werden darf: das Fußballturnier, dieses Jahr in Form eines revolutionären PRO SCIENTIA-Mehrkampfs.

Revolution ist keineswegs ein rein politischer Vorgang. Revolution ist ein multidimensionales Geschehen, in dem soziale, wirtschaftliche, gesellschaftliche, wissenschaftliche, technische, künstlerische, philosophische etc. Aspekte zusammenfließen, ineinander greifen. Welche Revolution geht welcher voraus? Erst die Wissenschaft, dann die Politik oder doch vice versa? Und was kommt nach der Revolution? Dies sind Fragen, die uns auf der diesjährigen Sommerakademie und darüber hinaus, so hoffen wir, zu intensiven Diskussionen führen werden und möglicherweise auch Visionen entstehen lassen – für neue Projekte, Forschungen…

“Jede Revolution war zuerst ein Gedanke im Kopf eines Menschen“, schreibt Ralph Waldo Emerson. Die Sommerakademie versammelt viele kreative Köpfe, bietet Raum und Zeit für Reflexionen, den interdisziplinären Austausch und auch einmal kontroversielle Debatten. Der perfekte Rahmen also, um eine Revolution zu starten – sei es im Vortragssaal oder beim gemeinsamen Gläschen Wein.

Stefan Mitterhofer, Michaela Neulinger, Daniel Reischl
Jahressprecher 2013

“You cannot make the revolution. You can only be the revolution.”
— Ursula K. Le Guin, The Dispossessed

Das Programmheft gibt einen guten Überblick über Aktivitäten bei der jeweiligen Sommerakademie, der Reader umfasst Beiträge, die unsere StipendiatInnen zum Thema der Akademiewoche “Revolution” verfasst haben.


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