AK: CONSTANTIN FEITL und DATO TSOMAIA – Vom Dünger zur Quantenwelt

Datum/Zeit
1. September 2026
14:30 - 18:00

Adresse
JUFA Hotel Waldviertel
Hamerlingstraße 8
Raabs an der Thaya
Österreich

ARBEITSKREIS
Vom Dünger zur Quantenwelt – Wie Wissenschaft unser Weltbild transformiert

Constantin Feitl und Dato Tsomaia

Was passiert, wenn wissenschaftliche Entdeckungen nicht nur unser Wissen erweitern, sondern unser gesamtes Weltbild verändern? Der Arbeitskreis geht von der These aus, dass naturwissenschaftliche Durchbrüche genau solche Transformationen auslösen.

Ausgehend vom Jahresthema „Transformation“ erschließen wir zentrale Wendepunkte der Naturwissenschaften als Veränderungen von Weltbildern und Handlungsspielräumen. Im Zentrum stehen Fallbeispiele, die die Teilnehmenden selbst aktiv erarbeiten. Der industriellen Stickstofffixierung nähern wir uns über alltagsnahe Fragen und machen die zugrunde liegende chemische Reaktion mit einem Molekülbaukasten greifbar. Im Anschluss diskutieren wir die ethischen, moralischen und rechtlichen Implikationen des Haber-Bosch-Verfahrens sowie die ambivalente Rolle Fritz Habers, etwa anhand der Instrumentalisierung von Wissenschaft im Kontext von Propaganda.

Im Themenfeld Radioaktivität werden Experimente durchgeführt: Mit einem Geigerzähler machen wir Hintergrundstrahlung und verschiedene Strahlungsquellen direkt messbar. Für die Quantenmechanik wählen wir einen digitalen Zugang. Mit vorbereiteten Python-Skripten führen wir einfache quantenmechanische Berechnungen durch.

Dadurch soll ein interdisziplinärer Diskursraum für Teilnehmende aller Fachrichtungen entstehen, in dem Transformationen von Weltbildern nicht nur verstanden, sondern durch eigenes Handeln, Beobachten und Diskutieren unmittelbar erlebt werden.

 

 

Constantin Richard Feitl wuchs in Wien auf. Bereits als Kind begeisterte er sich für die Naturwissenschaften und begann mit 15 Jahren, parallel zur Schule zu studieren. Mit 18 Jahren schloss er den Bachelor in Chemie an der Universität Wien ab und mit 19 den Master in Chemie, beide mit Schwerpunkt auf theoretischer Chemie. Derzeit forscht er im Doktorat an der Universität Wien mit dem Fokus auf Quantenchemie und der theoretischen Beschreibung von Lichtinteraktionen. Er ist seit 2026 PRO SCIENTIA Stipendiat.

Dato Tsomaia wurde in Georgien geboren und wuchs mit Georgisch, Russisch und Deutsch in einem mehrsprachigen Umfeld auf. Als Schüler war er mehrfach bei der Lateinolympiade erfolgreich. Derzeit studiert er Technische Physik im Master an der TU Wien und absolviert parallel die Ausbildung zum Medizinphysiker an der MedUni Wien. Wissenschaftliche Erfahrung sammelt er in der Nuklearmedizin und am MedAustron. Besonders wichtig sind ihm interdisziplinäres Arbeiten und die Verbindung von Physik, Medizin und gesellschaftlicher Verantwortung. Er ist seit 2026 PRO SCIENTIA Stipendiat.