AK: REBECCA FORNER – Von der Krise zur Kraft

Datum/Zeit
1. September 2026
14:30 - 18:00

Adresse
JUFA Hotel Waldviertel
Hamerlingstraße 8
Raabs an der Thaya
Österreich

ARBEITSKREIS
Von der Krise zur Kraft – Psychologische Ersthilfe als Transformationsprozess

Rebecca Forner

Desaster, Konflikte und Gewaltsituationen verändern unser Leben wie kaum andere Ereignisse. Auch wenn wir in Europa in Frieden leben, sind die Auswirkungen von Kriegen und Klimakrise unverkennbar. Die unmittelbaren Maßnahmen fokussieren dabei meist auf Rettung, Behandlung körperlicher Verletzungen und Wiederherstellung der kritischen Infrastruktur. Obwohl traumatische und transformative Situationen die Prävalenz psychischer Erkrankungen fast verdoppelt, sind meistens wenig oder keine Ressourcen dafür vorhanden. Hinzu kommt, dass die Prävalenz psychischer Erkrankungen auch ohne Ausnahmesituationen sehr hoch ist, ein Großteil der Betroffenen aber nicht psychotherapeutisch behandelt werden kann.

In diesem Workshop befassen wir uns mit den Grundlagen der Psychologischen Ersthilfe. Dabei handelt es sich um einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen, die jeder durchführen kann, um Opfer von Unfällen, Gewalt oder Naturkatastrophen zu unterstützen.

In einer kurzen Einführung besprechen wir Grundlagen zu psychischer Gesundheit in der Desastermedizin, wann psychologische Ersthilfe angemessen ist und wie diese abläuft. Danach werden die Teilnehmenden in einem Rollenspiel psychologische Ersthilfe praktisch erlernen, indem sie in verschiedene Stationen durchlaufen, bei denen sie selbst in die Rolle des Opfers oder der Ersthelfenden treten. Am Ende folgt eine Reflektion. Dabei wird auch diskutiert, wie Ersthelfende, Mitglieder des Gesundheitswesens oder humanitäre Helfer:innen auch ihre eigene psychische Gesundheit schützen können.

 

 

Rebecca Sophie Forner studiert Humanmedizin im sechsten Jahr (KPJ) an der Medizinischen Universität Innsbruck. Für ihre Diplomarbeit beschäftigt sie sich mit Klimaangst bei Kindern und Jugendlichen. Neben ihrem Studium engagiert sie sich für globale Gesundheit, Klimaresilienz und interkulturellen Austausch.  Dabei ist sie aktiv in der Austrian Medical Students’ Association (AMSA) und der International Federation of Medical Students’ Associations (IFMSA). Für 2025/26 vertritt sie als Regional Director for Europe Medizinstudierende auch auf internationaler Ebene. Als Schülerin hat sie im Rahmen eines Austauschprogrammes ein Jahr in Portugal verbracht und ihren Schulabschluss am internationalen UWC Robert Bosch College in Freiburg im Breisgau abgelegt. Sie ist Absolventin des „Training Disaster Medicine Trainers“ Workshops des Zentrums für Desastermedizin (CRIMEDIM) der Universität Novara, Italien. Rebecca ist seit 2025 PRO SCIENTIA Stipendiatin.