Gesprächsnachmittag – „Künstliche Intelligenz“ und Wissenschaft

Datum/Zeit
4. September 2026
14:00 - 17:30

Adresse
JUFA Hotel Waldviertel
Hamerlingstraße 8
Raabs an der Thaya
Österreich

„Künstliche Intelligenz“ und Wissenschaft

Gesprächsnachmittag über Handlungsspielräume und Verantwortung

Die unter dem Begriff „Künstliche Intelligenz“ zusammengefassten Systeme elektronischer Datenverarbeitung, die auf Verfahren des maschinellen Lernens beruhen, bringen auch der Wissenschaft tiefgreifende Veränderungen. Allerdings zeigt sich diese Transformation in den einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen auf sehr unterschiedliche Weise. Während sich in manchen Arbeitsfeldern ungeahnte Möglichkeiten des Erkenntnisfortschritts eröffnen – etwa durch die beschleunigte Analyse großer und komplexer Datenmengen –, sehen sich andere Fächer, insbesondere jene, die im Medium natürlicher Sprache denken und forschen, in ihrem Selbstverständnis unmittelbar herausgefordert. Die Herausforderungen, die „KI“ für das wissenschaftliche Publizieren mit sich bringt, dürften dagegen nahezu alle Disziplinen in ähnlicher Weise betreffen, ebenso wie ihre Auswirkungen auf Lehre und Ausbildung sowie auf Organisation und Verwaltung akademischer Einrichtungen.

An diesem Nachmittag möchten wir miteinander darüber ins Gespräch kommen, wie „KI“ wissenschaftliche Arbeit verändert, was dies für uns als Forschende bedeutet und wie wir dieser technologischen Transformation verantwortungsvoll begegnen können. Denn mit den neuen Möglichkeiten stellt sich zugleich die Frage, welche Rolle menschliches Urteil, kritische Interpretation und wissenschaftliche Verantwortung künftig spielen werden. Im Mittelpunkt stehen dabei der Austausch von Erfahrungen aus den unterschiedlichen Disziplinen sowie die gemeinsame Reflexion über Chancen und Herausforderungen neuer Technologien. Ergänzt wird dies durch Anwendungsbeispiele aus Forschung und Lehre verschiedener Fächer sowie durch Impulsvorträge zu den technischen Grundlagen (Maximilian Kovar) und ethischen Implikationen des Einsatzes von „KI“ (Wolfgang Deutsch-Pernsteiner).So möchten wir gemeinsam darüber nachdenken, welche neuen Handlungsspielräume sich für die Wissenschaft eröffnen und wie wir den Umgang mit diesen Technologien verantwortungsvoll gestalten können.

Der Austausch findet in unterschiedlichen Gesprächsformaten wie dem Dialog nach Schulz von Thun und Storytelling statt.

 

Impulsgebende:
Wolfgang Deutsch-Pernsteiner, Technikphilosoph, PRO SCIENTIA Alumnus
Maximilian Kovar, Chemiker, PRO SCIENTIA Stipendiat

Moderation:
Holger Heller und Lisa Simmel

 

Planung und Durchführung:
Wolfgang Deutsch-Pernsteiner, Holger Heller, Christian Jostmann, Maximilian Kovar, Nadja Mendrzyk, Stefan M. Newerkla, Lisa Simmel