PAUL DRAGANOFF – Männlichkeit als beziehungsethisches Problem. Von toxischen zu liebenden Männlichkeiten

Datum/Zeit
13. Januar 2026
19:00 - 20:00

Adresse
Otto Mauer Zentrum
Währinger Str. 2-4
Wien 1090
Österreich

Treffen der Wiener PRO SCIENTIA-Gruppe

mit einem Vortrag von
PAUL DRAGANOFF
Männlichkeit als beziehungsethisches Problem
Von toxischen zu liebenden Männlichkeiten
Der Vortrag beleuchtet die beziehungsethische Problematisierung hegemonialer Männlichkeit und (selbst-)schädlicher Verhaltensweisen aufgrund patriarchaler Männlichkeitsbilder. Eine stets hohe Zahl an ausgesprochenen Betretungsverboten, die erschreckend hohe Anzahl an Femiziden in Österreich aber auch höhere Suizidraten unter Männern* zeigen die (selbst-)destruktiven Auswirkungen patriarchaler Männlichkeitskonstruktionen. Seit den 1980er Jahren analysiert die Kritische Männerforschung (Critical Men’s Studies) die (De-)Konstruktion von Männlichkeit(en) und versucht, alternative Ansätze zu entwickeln. Dabei ist v.a. die Haltung der Dominanz ein Hauptfaktor, der zu jenen problematischen Verhaltensweisen führt. Der Vortrag lädt auch ein, sich mit den eigenen Vorstellungen von Männlichkeit(en) auseinanderzusetzen. Es wird auch der Begriffe der Toxischen Männlichkeit diskutiert und zudem soll jener gegenwärtig vielversprechende Gegenentwurf der Caring Masculinities vorgestellt werden, also eine Pluralität von Männlichkeitskonstruktionen, die sich an Werten der Care-Ethik statt an der Dominanz und Kontrolle patriarchaler Männlichkeitskonstruktionen orientieren. Ihm Rahmen meines Dissertationsvorhabens greife ich dies theologisch-ethisch auf. Ein wichtiges Konzept hierfür stellt die Theologie der Beziehung der feministischen Theologin Carter Heyward dar. Das Ziel der Entwicklung einer sog. Liebende Männlichkeiten soll abschließend im Vortrag kurz vorgestellt werden.